- Mecklenburger Backstuben
12.09.2016

Mit 3,5 Millionen Dinkelbroten 7,5 mal um die Müritz

Bei so einem Jubiläum kann man es schon mal krachen lassen. Aber warum immer mit der Politprominenz feiern? Die Geschäftsführer der Mecklenburger Backstuben GmbH haben zum 25. Jubiläum einfach alle Mitarbeiter eingeladen und mit ihnen am Wochenende ein reißendes Sommerfest erlebt.

Im Jahr 1991 übernahmen vier mutige Mitarbeiter die damalige Großbäckerei – unter ihnen auch der heutige Geschäftsführer Günther Neumann – und gründeten über das so genannte „Management by out“ die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Doch es war nicht gleich Friede, Freude, Eierkuchen, zunächst begann für die Mitarbeiter eine sehr unsichere Zeit, denn auch die Banken trauten ihnen ob des fehlenden Knowhows, des nicht vorhandenen Geldes und der veralteteten Technik kaum etwas zu.

Die vier Mitarbeiter, die das Unternehmen trotz der vielen Risiken überahmen, retteten viele Jobs, und gingen zunächst einen ungewöhnlichen Weg, um an Geld zu kommen. „Die Banken wollten Sicherheiten“, so Günther Neumann. Neben der normalen Produktion verkauften die Bäcker fortan Eis, und zwar aus zwei Eiswagen in Waren heraus. „Das lief bombastisch“, erinnert sich der heute 66-jährige Geschäftsführer. Letztendlich hatten sie damit so viel Geld verdient, um Kredite für Investitionen zu bekommen.

Schritt für Schritt ging’s dann zu dem Unternehmen, das heute mit mehr als 600 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern des Landes zählt, mehr als 60 eigene Backstubencafés in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg betreibt und im Tiefkühlbereich auch ins Ausland, vor allem die skandinavischen Länder exportiert.

„Wir haben aber nicht über Jahre hinweg geplant, sondern sind Schritt für Schritt vorwärts gegangen, entwickelten immer neue Ideen, haben Nischen gesucht und vor allem den Kopf nicht in den Sand gesteckt, wenn mal etwas daneben ging“, verrät der 66-Jährige seine Unternehmensphilosophie, die seine Töchter Kathrin Rossa und Christina Neumann – beide sind heute auch Geschäftsführerinnen – ebenfalls leben. Und nicht zuletzt Bärbel Neumann als „Mutter der Companie“, die nicht nur viele Fäden zusammenhält, sondern auch für das Design der Backstubencafès verantwortlich zeichnet.

Beeindruckende Zahlen, die auch viele Mitarbeiter so noch nicht gehört hatten, präsentierte Christina Neumann auf dem Sommerfest:

In den letzten zehn Jahren wurden in der Bäckerei am Alten Bahndamm 3,5 Millionen Dinkelbrote gebacken. Alle hintereinander gelegt, kommt man damit 7,5 mal um die Müritz.

105 Millionen Backstuben-Brötchen verließen das Unternehmen, würde man sie aufspießen und den Spieß in die Erde rammen, kommt man 5775 km tief.

10,2 Millionen Mischbrote, die in den letzten zehn Jahren gebacken wurden, ergeben eine Strecke von 2600 Kilometer, also von Waren bis nach Istanbul.

33 Millionen Meisterstücke füllen gleich 28 Fußballfelder, und mit den 440 000 Litern Kaffee und Tee, die in zehn Jahren verkauft wurden, kann man 3110 Badewannen füllen.

Besonders stolz sind die Familienbäcker auch auf diese Zahl: 53 Millionen Kunden in zehn Jahren.

Chapeau!

Quelle: www.wir-sind-müritzer.de