- Mecklenburger Backstuben
13.05.2015

Wo Kunden das Sagen haben

Ein Blatt vor den Mund hat niemand genommen. Sollte auch niemand. Denn Kathrin Rossa und Dr. Christina Neumann hatten zum zweiten Kundenstammtisch der Mecklenburger Backstuben GmbH eingeladen, um zu hören, was gefällt, aber auch, was nicht so ideal läuft.

Und: Die beiden Geschäftsführerinnen des Familienunternehmens sind mit etlichen Anregungen zurück in die Firma. Aber auch mit dem Gefühl, dass viele Kunden großen Wert darauf legen, Produkte „von hier“ zu kaufen, von einem Bäcker, der an der Müritz produziert.

„Wenn ich mir mein Brot im Supermarkt hole, weiß ich nicht, woher die Zutaten kommen. Bei den Mecklenburger Backstuben kann ich sicher, dass großen Wert auf heimische Zutaten gelegt wird“, so eine Besucherin des Kundenstammtisches.

Doch die Teilnehmer sollten nicht nur erzählen, was ihnen gefällt und nicht so passt, sie mussten auch etwas tun. Verkosten. Das kann ganz schön anstrengend sein, wenn man verschiedene Brot- und Kuchensorten hintereinander weg bewerten soll. Aber niemand hat geschwächelt.

Als erstes war der Papageienkuchen an der Reihe. Der wird – was die farbliche Gestaltung betrifft – seinem Namen voll und ganz gerecht. Und kam auch gut an bei der Verkostung. Allerdings mit einer Einschränkung: Der Guss ist etwas zu üppig und süß, so die einhellige Meinung. Kein Problem, denn das neue Produkt geht erst in der kommenden Woche in die Produktion, so dass die beiden rührigen Geschäftsführerinnen die Anregungen noch rechtzeitig „verarbeiten“ können.

Die Kalorienzahl gleich im Blick

Vorurteilsfrei und ohne jeden Einfluss von Werbung die Meinung der kleinen Finja. Die Zweijährige war mit ihrem Papa beim Kundenstammtisch und kostete nach Herzenslust. Während sie von den Keksen gar nicht genug bekommen konnte, fiel die heiße Schokolade bei ihr komplett durch. „Zu herb“, urteilte Papa. Dagegen kam die Vanille-Alternative super an.
Allerdings: „Aus dem Namen ist für mich nicht ersichtlich, dass da weiße Schokolade drin ist“, so der Papa von Finja. Ein Hinweis, den die beiden Geschäftsführerinnen dankend aufgenommen haben.

Ebenso die Idee, das Kuchenangebot schon in der Auslage mit Kalorienzahlen zu versehen. „Diese Angaben sind ja da und auch auf unserer neuen Homepage ersichtlich. Da dürfte es ein Problem sein, diese Informationen auch schon im Geschäft zu veröffentlichen “, so Kathrin Rossa.

Durchweg ein „Hmmm, lecker“ gab’s für das Landbaguette mit Speck und Zwiebeln aus dem neuen Steinbackofen der Mecklenburger Backstuben GmbH. „Das ist genau mein Ding. Da brauche ich nicht mal mehr Fleisch dazu, wenn wir das zur nächsten Grillparty kaufen“, schwärmte eine Stamm-Tisch-Besucherin und freut sich auch auf die weiteren Sorten, unter anderem mit Kräutern.

Wartezeiten clever überbrücken

Aber natürlich war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Beispielsweise wurden die fehlenden Aschenbecher auf den Außentischen des Altstadtcafés moniert. Christina Neumann, zuständig für die Filialen, schaffte hier sofort Abhilfe. Das klappt bei der schmerzlich vermissten Kinderecke nicht. Dazu, so die Geschäftsführerin, ist das Altstadtcafé einfach zu klein. Allerdings machte sie neugierig auf das neue Café im umgebauten EDEKA-Markt vom Ingolf Schubert auf dem Papenberg. Dort kommen ab dem 22. Mai auch die Kleinen voll auf ihre Kosten.

Lange Wartezeiten während der Hochsaison für Besucher des Altstadtcafés sollen künftig übrigens durch so genannte Pager vermieden werden. Die Kunden, die beispielsweise ihr Frühstück oder einen Imbiss bestellen, erhalten diesen „Riesen-Chip“, der blinkt, wenn ihr Bestelltes fertig ist. Viele kennen dieses System beispielsweise von „Gosch“.

Doch zu lange sollen die Kunden auch mit Pager nicht warten, denn die Steinofen-Pizza, die demnächst das Angebot der Backstuben-Geschäfte bereichert, wird zwar frisch, aber dennoch fix zubereitet.

Fazit: „Kundenstammtische sind anstrengend, bringen und aber unwahrscheinlich viel“, resümierten Christina Neumann und Kathrin Rossa. Ganz klar, die dritte Auflage wird nicht lange auf sich warten lassen.

“Ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass diese beiden netten jungen Damen Chefinnen von mehr als 500 Leuten sind und so ein großes Unternehmen führen”, sagte ein Stammtisch-Besucher. Tun sie aber. Kathrin Rossa und Dr. Christina Neumann leiten die Mecklenburger Backstuben GmbH gemeinsam mit ihrem Vater Günther Neumann.

Quelle: www.wir-sind-mueritzer.de